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Wirtschaftliche Leistung

Nach einem ausserordentlichen Geschäftsjahr 2009, das von der Fusion zwischen Atel und EOS zu Alpiq geprägt war, was sich mit einem Plus von CHF 501 Millionen auf das konsolidierte Netto-Ergebnis von SIG niederschlug, liegt das Ergebnis von 2010 mit CHF 124 Millionen wiederum im Durchschnitt der letzten fünf Jahre.

 

2010 war das Jahr zwei nach der Öffnung des Strommarkts. 57 % der marktberechtigten Kunden haben Marktangebote gewählt und dadurch von ihrem Recht Gebrauch gemacht. 98 % der marktberechtigten Kunden mit einem Volumen von 936 GWh sind SIG treu geblieben, währenddem 2 % sich für die Angebote von Mitbewerbern entschieden haben.

Dank des 2009 eingeführten Mechanismus des mehrjährigen Finanzausgleichs musste die Erhöhung der Energiepreise (8 %) nicht auf die Kunden überwälzt werden. So sind die Gastarife nicht gestiegen, und die Stromtarife sind gar um 5 % gesunken.

Beim Wasser, und folglich auch das bei der Abwasseraufbereitung, blieb der Absatz 2010 stabil. Dagegen sind die Einnahmen aus der Kehrichtverwertung aufgrund des verminderten Abfallvolumens markant gesunken (- 10 %). Die definitive Schliessung des Ofens 3 der KVA Cheneviers bewirkte eine deutliche Verminderung der Betriebskosten.

Bei den Energiedienstleistungen ist der Umsatz um 17 % gestiegen, während er im Telekom-Bereich stabil blieb. Hier sei auf die Einführung des Projekts FTTH (Fiber To The Home) und die Vereinbarung mit Swisscom für den gemeinsamen Bau eines Glasfasernetzes hingewiesen.

Im Jahr 2010 wurden zahlreiche Tätigkeiten entwickelt, namentlich im Zusammenhang mit den neuen erneuerbaren Energien, den "éco21"-Programmen und dem Energie-Nachfragemanagement. In diesen Bereichen wurden 35 Stellen geschaffen. Diese Erhöhung wurde teilweise durch die verminderte Aktivität im Bereich der Kehrichtverwertung wieder ausgeglichen.

Diese neuen Tätigkeiten wirkten sich allgemein auf die Betriebskosten aus, die gegenüber 2009 um 3 % gestiegen sind.

Die finanzielle Belastung wurde sehr gut gemeistert, da wir dank der Schuldenstruktur von der Senkung der Zinssätze profitieren konnten. Der mittlere Zinssatz hat sich bei 1.8 % eingependelt, dies bei Schulden von CHF 430 Millionen.

Nach dem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts, wonach den Kraftwerken keine Systemdienstleistungen mehr berechnet werden, sind die Abgaben von Seiten des Bundes gesunken. Ab 2011 werden diese Kosten direkt an die Verbraucher überwälzt, nachdem sie in einer ersten Phase durchen unseren Mechanismus des mehrjährigen Finanzausgleichs absorbiert werden konnten.

Die Abgaben von Seiten des Kantons sind dagegen stabil geblieben.